Fischerei – und Aquakulturbetriebe in der Coronazeit

Veröffentlicht am 25.05.2020 in Landespolitik

Im Umwelt- und Agrarausschuss am 20. Mai 2020 hatte ich einen Bericht des Ministers zum Thema: „Flexible Hilfen aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifond für die von der Corona-Pandemie betroffenen Fischerei – und Aquakulturbetriebe“ erbeten.

Die Demonstration der Fischer vor dem Landeshaus unterstrich, dass es kein Selbstgänger ist, diesen für Schleswig-Holstein prägenden Berufszweig zu erhalten. Die schleswig-holsteinischen Fischer brauchen unsere besondere Aufmerksamkeit. Seit Jahren kämpfen die kleinen Fischreibetreibe um ihre Existenz. EU-Fangbeschränkungen und -Quoten haben die Existenzgrundlage der Fischer auch ohne Corona bereits stark gefährdet. Nun kommen die Einschränkungen der Corona-Krise noch obenauf. Die rigorose Schließung von Restaurantbetrieben ließen die erforderliche Einnahme zwischen den Fangzeiten nahezu vollständig wegbrechen. Den Krabbenfischern ist zudem ein ganzer Verarbeitungsschritt in Marokko weggebrochen. Die Existenz eines für Schleswig-Holstein prägenden Wirtschaftszweiges ist akut gefährdet.
Wir erwarten in dieser kritischen Situation, dass die Landesregierung die Gesamtsituation der schleswig-holsteinischen Fischer gerade in Hinblick auf die Gewährung zusätzlicher Hilfen berücksichtigt, soweit keine weiteren Hilfen von Bund oder EU fließen werden. Die Fischerei gehört zu Schleswig-Holstein wie das Holstentor zu Lübeck. Diesen Aspekt sollte die Landesregierung im Auge behalten.