Nachrichten zum Thema Abgeordnete

15.04.2021 in Abgeordnete

Tag 2 meiner Wahlkreis-Frühlingstour - Donnerstag

Treffen mit der FF Schönböcken

Die Pandemie hat uns alle im Griff. Wie ergeht es den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in dieser Zeit? Um dieser Frage nachzugehen, hatte ich mich mit dem Wehrführer Marc Apitz am Gerätehaus der FF Schönböcken verabredet.

Die Feuerwehr hat keinen Lockdown. Und doch hat die Zahl der Einsätze stark abgenommen. Insgesamt werden die Notrufe in der Pandemie bewusster abgegeben. Bemerkenswert ist, dass die Feuerwehr derzeit kaum noch zu Küchenbränden gerufen werden, in normalen Zeiten eine der häufigsten Brandursachen. Offenbar sind die Menschen untereinander achtsamer geworden. Wehrführer Apitz hofft, dass sich diese Achtsamkeit auch nach der Pandemie fortsetzt.

Angesichts der ständigen Einsatzbereitschaft ist es kaum vorstellbar, dass die Feuerwehr fast ein Jahr lang keine regulären Übungen absolvieren konnte. Erst seit einer Woche sind Übungen in Kohorten ohne Körperkontakt möglich. Wie überall steht die bange Frage im Raum, ob diese Lockerung bestehen bleibt. Wehrführer Apitz ist froh, dass die Kameraden der Feuerwehr trotz der zermürbenden Bedingungen die Treue halten. Vier Stufen wird es geben, bis die normalen Abläufe wieder zulässig sind. Als wichtigste Voraussetzung für die Rückkehr zum Alltag sieht Wehrführer Marc Apitz das Impfen. Wenn die Ehrenamtler von jetzt auf gleich von ihrem Arbeitsplatz oder von ihren Familien kommend im Mannschaftswagen dicht an dicht zum Einsatz fahren, sollten sie sicher sein vor Ansteckung. Der Wehrführer wünscht sich deshalb für seine Feuerwehrleute, dass sie so schnell wie möglich bei den Impfungen zum Zuge kommen.

Freiwillige Feuerwehren sind ein wichtiger Teil unseres Gemeinwesens. Allen Kameraden und Kameradinnen gebührt Hochachtung und Dank, dass sie trotz der eigenen Sorgen und Nöte in dieser Pandemie stets für uns einsatzbereit sind!

 

13.04.2021 in Abgeordnete

Tag 1 meiner Wahlkreis-Frühlingstour - Dienstag

Besuch beim Kleingartenverein Neuhof

Am 13. 04. 2021 traf ich mich mit dem 1. Vorsitzenden Herrn Joachim Stoewer und dem stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Roland Wichelmann des KGV Neuhof.

Mich interessieren die Erfahrungen des Kleingartenvereins in den Monaten der Pandemie. Was beschäftigt den Kleingartenverein außerdem?

Im Lockdown wurden die Kleingärten begehrt, berichtete mir der 1. Vorsitzende. Bei den insgesamt 540 Parzellen des KGV wurden vor der Pandemie in 2020 noch 130 Leerstände verzeichnet. Die Anzahl hat sich in 2021 auf 73 reduziert. Natürlich hoffen meine beiden Gesprächspartner, dass die Menschen auch nach der Pandemie die Gärten weiter betreiben. Der Vorstand steht den Gartenfreunden jedenfalls kontinuierlich an jedem 2. Samstag im Monat von 13:00 – 15 :00 Uhr mit Sprechstunden zur Verfügung.

Wie andere Kleingartenvereine auch, hatte der KGV in den letzten Jahren wegen der Leerstände einen Teil seiner Parzellen an die Stadt zurückgegeben und braucht dafür keine Pacht mehr bezahlen. Die beiden Vorsitzenden beunruhigt allerdings, dass die Bäume an dem viel genutzten Weg nun nicht mehr ausreichend geschnitten werden. Dieses Anliegen nehme ich auf und gebe die Information weiter.  

Noch etwas beschäftigt den Kleingartenverein.  Der Zufahrtsweg nach Rothenhausen müsste kontinuierlich unterhalten werden. Da die Nutzung für die Allgemeinheit freigegeben ist, hofft der KGV auf die Unterstützung der Hansestadt. 

Im Gespräch kommen wir auch auf das große Gartenfest in 2018 zu sprechen. Ich erinnere mich noch gern an das fröhliche Gewusel auf der Hüpfburg der Brockensammlung und den legendären Auftritt der Lübecker Freibeutermukke. Damals hatte der Kleingartenverein viele Besucher:innen anlocken können. Gern würde der Vorstand wieder größere Aktionen starten. Doch für solch tolle Veranstaltungen muss der Vorstand vollständig besetzt sein. Die beiden Vorsitzenden würden sich über Gartenfreunde freuen, die bereit wären, den Vorstand als Rechnungsführer:in und Schriftführer:in  zu vervollständigen. Ich drücke die Daumen! Den Akteuren des Kleingartenvereins Neuhof wünsche ich viel Erfolg bei der weiteren Arbeit.

 

09.10.2020 in Abgeordnete

TAG 5 MEINER WAHLKREIS-HERBSTTOUR - Freitag

Auf dem Plan stand ein Besuch bei Novi Life, einem gemeinnützigen Sozialkaufhaus für Menschen mit geringem Einkommen. Vom Buch bis zum Wohnzimmerschrank ist dort fast alles für den täglichen Bedarf für kleines Geld zu erwerben. Kennt man ja eigentlich.
Dass dies jedoch kein gewöhnliches Sozialkaufhaus ist, wurde meiner Begleiterin Heike Kunz und mir schon bei der Begrüßung durch die Mitarbeiter:innen der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH bewusst. Oliver Würthen, Diedke Diers, Volker Jödicke stehen mit Herzblut hinter den Maßnahmen der FAW gGmbH, die im Auftrag des Jobcenters Lübeck durchführt werden.

Der Sozialladen wirkt wirklich akkurat und einladend. Mehrere Mitarbeiter:innen sind damit beschäftigt, die eingehende Ware zu prüfen und ggf. zu waschen und zu bügeln. Auch Fahrradspenden werden gecheckt und falls nötig repariert. Die Kunden sind Empfänger:innen von Arbeitslosengeld II und Menschen mit Grundsicherung. Insgesamt betreibt die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH in Lübeck vier Novi-Life Kaufhäuser.

Und doch umfasst das Projekt viel mehr. Hier finden Menschen oftmals nach langer Zeit wieder eine Beschäftigung und erleben einen geregelten Arbeitsalltag. Meine Gesprächspartner:innen haben dabei mit vielen Herausforderungen zu kämpfen: mit den mitunter schwierigen Lebensgeschichten der Beschäftigten, mit viel zu kurzen Maßnahmen, mit der Zeit der Kontaktsperren, in der die Mitarbeiter:innen kaum zu erreichen waren, mit der Ungewissheit über die Laufzeit von Projekten.

Im Gespräch klang aber auch immer wieder großer Stolz durch. Beim Gang durch die Werkstätten konnte ich diesen sehr gut nachvollziehen. Hier fertigen Menschen, die zum größten Teil erst seit kurzem wieder einer geregelten Arbeit nachgehen, wahre Kunstwerke! Musikinstrumente, Objekte für Kinderfeste oder für eine Mini-Phänomenta, Dekoelemente für die unterschiedlichsten Anlässe, alles in einer erstaunlichen Qualität.

Bemerkenswert ist zudem, dass alle Objekte kostenfrei ausgeliehen werden können, z.B. von Kitas oder Vereinen für Veranstaltungen oder auch von Einrichtungen oder Unternehmen, um dort für bis zu ein Jahr einen öffentlichen Raum zu schmücken. Diese Angebote waren mir neu.

Da ich nicht alle Eindrücke dieses Besuches in Worte fassen kann, möchte ich heute vor allem die Bilder sprechen lassen.

 

 

 

08.10.2020 in Abgeordnete

TAG 4 MEINER WAHLKREIS-HERBSTTOUR - DONNERSTAG

Nachhaltigkeit mal anders definiert.
An Tag vier meiner Herbsttour besuchte ich den Familienbetrieb Lohff. Die bereits in der dritten Generation geführte Gärtnerei Lohff hatte ich auch im Juli 2019 besucht. Was hat sich zwischenzeitlich geändert? Wie hat sich Corona ausgewirkt?
Natürlich höre ich es gern, dass den Menschen in der Pandemie regionale Produkte immens wichtig geworden sind. Angestoßen durch einen neuen Zeitgeist, der sich allmählich in der Gesellschaft und zunehmend generationsübergreifend verankert, steht das Thema Nachhaltigkeit immer mehr im Fokus. Damit einhergehend legen die Leute auch mehr Wert auf die Herkunft der von ihnen konsumierten Produkte. Das schließt, wie mir durch den Besuch noch einmal bewusst geworden ist, auch die Herkunft der Pflanzen ein. Anstatt Pflanzen und Bäume aus dem Ausland oder anderen Teilen Deutschlands zu importieren, ist es den Menschen immer wichtiger, die regionalen Kulturen zu erhalten und diese selber anzubauen. Viele Kleingärtner legen seit diesem Jahr besonderen Wert darauf, dass ihre Pflanzen in Schleswig-Holstein gezogen wurden. Ein Trend, der sich gerne fortsetzen darf!
Dieses Bewusstsein kommt auch den regionalen Gärtnereien zu Gute.  So konnte der Absatz bei den Pflanzen zum Glück auch in Corona-Zeiten aufrecht gehalten werden.
Der Familienbetrieb Lohff möchte sein breites Spektrum an regionalen Pflanzen und Kräutern auch in den kommenden Monaten anbieten. Durch die Corona-Beschränkungen ist für die kommende Saison noch viel Kreativität und Organisationsvermögen erforderlich, um z.B. auch in diesem Jahr den Adventsmarkt durchzuführen. Die wunderschönen Gestecke, die uns in der dunkleren Jahreszeit erfreuen können, locken aber auch jetzt schon zu einem Besuch in der Gärtnerei.

 

 
v.l.n.r.: Marc Solterbeck, Kerstin Metzner

07.10.2020 in Abgeordnete

TAG 3 MEINER WAHLKREIS-HERBSTTOUR - MITTWOCH

Nachhaltigkeit, Eine-Welt-Politik, Lieferkettengesetz - diese Themen prägen meine politische Arbeit. Mein heutiger Gesprächstermin mit Marc Solterbeck von der Firma Ethletic traf diese Themen zu 100%. Davon war auch Marek Lengen, mein Begleiter aus der SPD-Bürgerschaftsfraktion, schnell überzeugt. Marc Solterbeck konnte sehr viele eigenen Erfahrungen zu den Herausforderungen einer transparenten Lieferkette beitragen.
Mit kleinem Budget, innovativen Produkten und viel Idealismus leistete die Firma Pionierarbeit. In die stetiger Online-Kommunikation zu den Herstellern, insbesondere in Pakistan, bemühte sich Ethletic von Anfang an, seinen Kunden kontinuierlich Informationen zu den Produktionsbedingungen zur Verfügung zu stellen und so für Transparenz entlang der Lieferkette zu sorgen.
Das Unternehmen Ethletic hatte 2016 deutschlandweit von sich reden gemacht, als es mit seinen fair produzierten Sneakern den Fairtrade-Award in der Kategorie „Hersteller“ gewann. Den Standard zu halten, ist eine stetige Herausforderung. Damit auch Fair-Trade-Unternehmen auf dem Markt bestehen können, wären klare politische Vorgaben überaus wichtig. Ein Ausspruch von Marc Solterbeck aus dem Jahr 2016 prägt derzeit die Debatte zum Lieferkettengesetz: ‚Warum nicht dafür kämpfen, dass Produkte nur gekauft werden, wenn sie ein Siegel für faire Arbeitsbedingungen tragen?‘ - Volle Zustimmung!