12.07.2021 in Abgeordnete

Wahlkreiswoche - Sommer 2021 - 12.07.2021 - Teil 2

Besuch im Alten- und Pflegeheim Dornbreite

Am 12. Juli 2021 traf ich mich außerdem mit Martin Grotzky, dem Leiter der Einrichtung Herr und Gert Wadehn, dem Bereichsleiter für die Lübecker Senioreneinrichtungen im Alten- und Pflegeheim Dornbreite zu einem Gedankenaustausch. Begleitet wurde ich von Gabriele Ulrich vom SPD-Arbeitskreis Soziales.

Die Einrichtung ist bislang dank der umfangreichen Maßnahmen ohne Erkrankungen durch die Pandemie gekommen, erfuhren wir. Alle beantragten Leistungen aus dem Hilfefond des Bundes wurden schnell und unkompliziert gewährt. Das war eine große Unterstützung in der Krise.

Kritisiert wurde, dass die Erlasse und Verordnungen des Landes und der Kommune häufig viel zu kurzfristig kamen. Sollte es nochmal zu neuen Einschränkungen kommen, müsste unbedingt mehr Vorlauf gewährleistet sein.

Durch die Erfahrungen der letzten Monate ist die Einrichtung vorbereitet, falls es eine nächste Welle geben sollte. Doch erstmal ist etwas Entspannung im Alltag eingezogen. Die Impfungen ermöglichen etwas Normalität. Selbst ein Sommerfest ist wieder in Planung. Das alles erfordert einen großen persönlichen Einsatz der Pflegekräfte. Dem gesamten Personal des Alten- und Pflegeheimes gebührt große Hochachtung für die geleistete Arbeit während der Pandemie!

Die Vorsichtsmaßnahmen des Hauses ließen eine Besichtigung der Räumlichkeiten leider nicht zu. Gern werde ich einen Folgetermin wahrnehmen, wenn die Pandemie überwunden ist.

 

12.07.2021 in Abgeordnete

Wahlkreiswoche - Sommer 2021 - 12.07.2021 - Teil 1

Es ist wieder Wahlkreiswoche!

Jugendherberge „Vor dem Burgtor“

 Am 12.07.2021 war ich zu Gast bei den Herbergseltern Gundula und Michael Berger in der Jugendherberge „Vor dem Burgtor“. Mich begleitete Enrico Kreft, Mitglied des SPD-Landesvorstandes und auch Mitglied des SPD-Ortsvereins Burgtor.

Uns interessierte, wie die Jugendherberge durch die Pandemie gekommen ist. Wie uns die Herbergseltern berichteten, war in den vergangenen Monaten zu jeder Zeit ein hohes Maß an Kreativität gefragt. Kurzarbeiterregelung und die Nutzung der Räume für Prüfungen u.ä.  waren z.B. wichtige Überbrückungsmaßnahmen. Seit Ende Mai läuft der Herbergsbetrieb allmählich wieder an.  Die vielfältigen Programme, die trotz Corona für Gruppen­reisen und Klassenfahrten gebucht werden können, haben uns beeindruckt. So gibt es bei „Grenzenlos frei“ Spannendes über Lübeck als ehemalige Grenzstadt zu erfahren. „Verliebt in Lübeck“ kann ruhig doppeldeutig verstanden werden, hier werden auch Liebesbriefe geschrieben. Die Jugendherberge kann darüber hinaus mit einem ganz besonderen Angebot locken. Die Gäste können eine Woche lang das Segeln auf der Wakenitz erlernen. Hinter jedem dieser Angebote steckt viel Fleiß und Detailarbeit der Herbergs­eltern. Die Aktionen müssen mit Drittanbietern abgestimmt werden, die Programme vorbereitet werden. Deshalb bleibt es der Familie Berger zu wünschen, dass bald wieder Normalität das Herbergs­leben bestimmt!

Zu guter Letzt: Vielen Dank für die Zeit, die sich Familie Berger für uns genommen hat und für den Hinweis, dass sich das ehemalige Wohnhaus von Dr. Julius Leber in unmittelbarer Nachbarschaft zur Jugendherberge befindet!

 
Foto: Anja Hagge

27.05.2021 in Aktuelles

Ich stehe hinter einem starken Lieferkettengesetz!

Nachdem die CDU/CSU im Mai erneut für die Vertagung des Lieferkettengesetzes im Bundestag  gesorgt hatte und sich für ein weiteres Aufweichen des Gesetzes eingesetzt hatte, konnten wir heute ein positives Ergebnis verbuchen. Das Lieferkettengesetz wird nun wohl doch noch im Juni verabschiedet. Die Koalition hat sich geeinigt und setzt das Lieferkettengesetz auf die Tagesordnung der letzten Bundestagssitzung vor der Sommerpause gelegt.  
Bei der Anhörung im Landtag Ende April haben sich bereits die verschiedensten Verbände und Institutionen für das Lieferkettengesetz ausgesprochen. Immer wieder wurde betont, dass es keine Menschenrechte zweiter oder dritter Klasse in den Lieferketten geben darf. Wir von der SPD fordern die verbindliche Regelung von sozialen und ökologischen Mindeststandards entlang der gesamten Lieferkette. Wir wissen, wir haben viele Vertreter der Zivilgesellschaft, von Verbänden, Gewerkschaften und auch von verantwortungsvollen Unternehmen an unserer Seite.
 
Mehr Informationen gibt es unter:
https://lieferkettengesetz.de/
und in der Pressemitteilung vom 20.05.2021 unter:
https://www.spd-luebeck.de/2021/05/20/starkes-lieferketten-gesetz-noch-in-dieser-legislaturperiode/

 

29.04.2021 in Abgeordnete

Anhörung - „Lieferkettengesetz jetzt“

Bei der Anhörung zumLieferkettengesetz im Umwelt- und Agrarausschuss am 28. April 2021 gab es breite Zustimmung zum SPD-Antrag „Lieferkettengesetz jetzt“. Auch ich bin der Meinung:
 „Es gibt keine Menschenrechte zweiter oder dritter Klasse! Die Wahrung von Menschenrechten muss für alle Unternehmen innerhalb ihrer Lieferketten verpflichtend sein. Ein entsprechendes Lieferkettengesetz liegt dem Bundestag derzeit als Entwurf zur Diskussion und Beschlussfassung vor. Das Lieferkettengesetz muss noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden und darf nicht noch länger nach hinten geschoben werden. Die fünfstündige Anhörung hier im Umwelt- und Agrarausschuss hat gezeigt, dass mit diesem Gesetz ein wichtiger Paradigmenwechsel einleitet wird. Die Einhaltung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten soll für Unternehmen ab 3000 Mitarbeiter ab dem 01.01.2023 verbindlich geregelt werden. Aus Schleswig-Holstein könnte mit der Zustimmung zum Antrag „Lieferkettengesetz jetzt!“ ein starkes Signal für eine gesetzliche Regelung zur Wahrung der Menschenrechte durch unsere Unternehmen vor Ort gesendet werden. Wir sind gespannt, wie sich die Jamaikakoalition entscheiden wird. Bleibt es bei Lippenbekenntnissen von CDU, Grünen und FPD in den Plenardebatten? Oder wird vom Schleswig-Holsteinischen Landtag ein starkes Signal für ein deutsches Lieferketten zur Wahrung der Menschenrechte ausgehen?“

 

19.04.2021 in Abgeordnete

Tag 3 meiner Wahlkreis-Frühlingstour - Montag

Besuch bei Novi Life

Mein Weg führte mich am 19.04.2021 nach nur einem halben Jahr wieder in das Sozialkaufhaus Novi Life in Buntekuh. Nein, nicht der Mangel an Einfällen war der Auslöser, sondern die harten Einschränkungen des Lockdowns.  Wie hat sich dieser auf den Sozialladen Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH ausgewirkt?

Wie schon bei meinem ersten Besuch empfingen mich Diedke Diers, Koordinatorin für die AGH und Oliver Würthen, Koordinator für die Sozialläden.

Vieles hat sich geändert seit meinem letzten Besuch.  Im Oktober wirkte der Sozialladen sehr akkurat und ordentlich. Die Verkaufshalle, die bei meinem letzten Besuch noch in kleine Wohnnischen eingeteilt und einladend gestaltet war, kann kaum noch Waren fassen. Alles ist voller Kisten und Kleidung. Viele Menschen haben im Lockdown ihre Schränke geleert und wollen ihre aussortierten Sachen unbedingt abgeben. Nicht alles kann wieder verkauft werden. Selbst die Lager ist randvoll. Einige Mitarbeiter:innen sind mit dem Verpacken von Herbst- und Winterware und dem Aussortieren der unbrauchbaren Kleidung und Artikel beschäftigt. Natürlich könnte der Sozialladen die Annahme einfach schließen, doch ihr Klientel braucht die Waren eigentlich. Für den Verkauf würde dringend eine Sondergenehmigung zur Beschäftigung von Verkaufspersonal benötigt. Noch lässt die Genehmigung auf sich warten. Doch lange sind die Massen an Neueingängen nicht mehr zu bewältigen.

Im weiteren Gespräch berichtet Frau Diers von einem Projekt, bei dem Langzeitarbeits­lose lernen können, sich selbst einen PC aufzurüsten. Einerseits sollen dabei Fertigkeiten vermittelt werden, andererseits können die PCs dann auch günstig erworben werden. Mit den 11 Geräten, die die FAW derzeit zur Verfügung hat, ist das Projekt nur für kurze Zeit gesichert. Für einen zweiten Kurs würden noch alte PC benötigt.  Bei der Frage, wer hier gegebenenfalls unterstützen kann, habe ich eine Idee. Es sollte doch möglich sein, in unserer Lübecker Smart City ausrangierte PCs aufzutreiben! Sicher haben Unternehmen alte PC in ihren Beständen, die sie ansonsten entsorgen müssten. Ich werde mich umhören. Meine Gesprächs­partner:innen nehmen das Angebot gern an.  

Es ist bewundernswert, wie die Mitarbeiter:innen der Fortbildungsakademie trotz der bedrückenden Gesamtsituation doch immer wieder kreative Ideen für die Menschen entwickeln, die ihnen anvertraut sind. Meine Hochachtung!

 

Weitere Informationen sind zu finden unter: https://www.faw.de/luebeck/aktuelles/landtagsabgeordnete-kerstin-metzner-bei-novi-life-in-luebeck