v.l.n.r: Kerstin Metzner, Gracjan Rubicki

05.10.2020 in Abgeordnete

TAG 1 MEINER WAHLKREIS-HERBSTTOUR - MONTAG, TEIL1:

Es ist wieder Wahlkreis-Wochen-Zeit! Diesmal liegt mein Schwerpunkt im Gewerbegebiet von Roggenhorst bis Rapsacker. Trotz der riesigen Ausdehnung nimmt man diesen Bereich normalerweise kaum wahr.


Am Vormittag stand ein Besuch bei Decathlon, einem international tätigen französischen Hersteller und Händler von Sportgeräten und -bekleidung, auf dem Plan. Decathlon betreibt über 1000 Filialen in Europa, Asien und Südamerika. Im Mai 2016 eröffnete der Hersteller seinen Standort in Lübeck. Es bietet auf ca. 4000 m2 ein sehr breites, vor allem auf Eigenmarken basierendes Sortiment an Ausrüstung und Bekleidung an.  
Der Filialleiter Gracjan Rubicki konnte von einer positiven Perspektive für den Lübecker Standort berichten. Hier hat sich das Bestreben, dass sich die Menschen während der Corona-Pandemie möglichst viel im Freien betätigen wollen, in besonderem Maße ausgewirkt. Von Vorteil war, dass viele Bestellungen während der Kontaktsperren über den Online-Verkauf am Standort Lübeck abgewickelt werden konnten. Das hat Arbeitsplätze gesichert.

 

01.09.2020 in Abgeordnete

Lieferkettengesetz jetzt!

Auf meine Initiative, als Sprecherin für die Eine-Welt-Politik, hin, ist der SPD-Antrag „Lieferkettengesetz jetzt“ auf die Tagesordnung der vergangenen Landtagssitzung gekommen. Dieser Antrag wurde intensiv debattiert.
Mit unserem Antrag fordern wir die Landesregierung auf, die Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz zu unterstützen und sich auf Bundesebene für die umgehende Einführung des Lieferkettengesetzes einzusetzen.
Viele Produkte, die unser tägliches Leben prägen, wie Handys, Kleidung, Kaffee oder Schokolade, werden unter ausbeuterischen und verantwortungslosen Bedingungen hergestellt. Innerhalb der globalen Wertschöpfungsketten sorgen ca. 450 Millionen Menschen dafür, dass wir so leben können, wie wir es gerade tun. Der Kampf für weltweite menschenwürdige Arbeitsbedingungen ist eine der Antriebsfedern der SPD. Wir sind überzeugt, dass dafür alle ihren Beitrag leisten müssen: Politik, Unternehmen und Konsumenten.
Über 80 Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften und kirchliche Akteure haben sich im September 2019 zur Initiative Lieferkettengesetz zusammengeschlossen. Aktuell treten schon mehr als 100 zivilgesellschaftliche Organisationen für einklagbare soziale und Umweltstandards ein. Am 9. Dezember 2019 haben sich zudem 42 Unternehmen gemeinsam für die zügige Einführung eines Lieferkettengesetzes ausgesprochen, inzwischen sind es 62.
Vier Jahre lang wurde mit dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte darauf gebaut, dass eine freiwillige Selbstverpflichtung zu Verbesserungen in der Geschäftspraxis entlang der Lieferkette führen würde. In dem Monitoringbericht von 14. Juli 2020 gaben jedoch weniger als 20 Prozent der befragten, global agierenden Firmen an, dass sie die Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht wirklich umsetzen. Die Selbstverpflichtung ist kläglich gescheitert.

Auch wenn die Grünen und die CDU in ihren Redebeiträgen im Landtag die Notwendigkeit eines Lieferkettengesetzes unterstrichen, waren die unvereinbaren Positionen der Jamaika-Koalition bei der Debatte doch offensichtlich. Sowohl FPD-Fraktion als auch FDP-Wirtschaftsminister lehnten ein Lieferkettengesetz vehement ab. Die Koalitonäre haben sich nicht einmal auf einen gemeinsamen Alternativ-Antrag einigen können. Verantwortungsbewusstes Handeln für die Einhaltung von Menschenrechten, Sozial- und Umweltstandards entlang der internationalen Lieferketten sieht anders aus!

Am 9. September 2020 soll das Eckpunktepapier für das Lieferkettengesetz nun endlich im Bundeskabinett diskutiert werden. Wir erwarten dann wirksame Regeln. Wir werden auch weiterhin unsere Möglichkeiten nutzen, um die Initiative Lieferkettengesetz zu unterstützen. Unser Anliegen ist die schnellstmögliche Einführung eines verbindlichen Lieferkettengesetzes sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene!

 

 
v.r.n.l.: Nicole Stegemann und Ich

03.07.2020 in Abgeordnete

Tag 5 meiner Wahlkreis-Sommertour – Freitag:

Gern habe ich für diesen Termin eine Empfehlung des Geschäftsführers der Schäfer & Co. Bestattungsgesellschaft aufgegriffen. Mein Vor-Ort-Termin führte mich zu der Steinmetzmeisterin ebendieses Bestattungsunternehmens, zu Frau Nicole Stegemann. Wie breitgefächert die Herausforderungen bei der Anfertigung von Grabsteinen sind, waren mir und meiner Wahlkreismitarbeiterin bis dahin nicht bewusst. Einerseits ist es das Technische: der große Krafteinsatz zum Bewegen der Steine, die Kenntnisse über die innere Struktur der Materialien, die erforderliche Präzision beim Herausarbeiten der Schrift und der Schmuckelemente. Andrerseits ist es der Umgang mit Menschen in Ausnahmesituationen, das Einfühlen in deren Wünsche, das Verständnis für sehr unterschiedliche Erinnerungskultur. Natürlich interessierte ich mich auch für ihr Meisterstück. Ein Sitzelement, welches in zweiwöchiger Arbeit aus einem Basaltfindling per Hand herausgearbeitet wurde. Respekt! Seit fast 30 Jahren ist Nicole Stegemann im Beruf und seit über 15 Jahren als Steinmetzmeisterin tätig - wer mag da anzweifeln, dass Frauen auch solche außergewöhnlichen Berufe ausüben können?

 

02.07.2020 in Abgeordnete

Tag 4 meiner Wahlkreis-Sommertour - Donnerstag:

Heute durfte ich unsere SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli bei einem Vor-Ort-Termin in meinem Wahlkreis im Rahmen ihrer Sommertour „Starke Wirtschaft in Schleswig-Holstein“ begleiten. Dabei erfuhren wir viel über Firmengeschichte und -philosophie, erhielten aber auch Denkanstöße zu den Anforderungen an Unternehmen unter dem Aspekt der Globalisierung, insbesondere unter den Auswirkungen einer weltweiten Pandemie. Vielen Dank für Dein Interesse an dem Wirtschaftsstandort Lübeck, liebe Serpil Midyatli!

 

 

01.07.2020 in Abgeordnete

Tag 3 meiner Wahlkreis-Sommertour - Mittwoch, Teil 2:

Vor Ort bei Inken Bär, der Standortleiterin des Vamed-Rehazentrums Lübeck in den Linden-Arcaden, natürlich mit Blick auf die Corona-Pandemie. Wem war es wirklich bewusst, dass die Rehamaßnahmen nach Operationen u.ä. natürlich auch zur Hoch-Zeit der Pandemie erforderlich waren? Diese Leistungen wurden durchgehend angeboten. Alle Mitarbeiter:innen, die Physio- und den Ergotherapeut:innen, die Masseuren:innen, die Ärzten:innen und die Verwaltungsmitarbeiter:innen, die die Terminkoordination und Abrechnung übernehmen mussten, waren trotz aller Risiken für die Patient:innen im Einsatz. Selbst bei Patient:innen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können, war und ist die Behandlung sichergestellt. Da die Einrichtung nur ambulanten Behandlungen anbietet, können die Patient:innen außerhalb der Reha jederzeit ihre üblichen Kontakte pflegen.  Von allen Patient:innen sind regulär Namen, Dauer des Aufenthaltes und Adressen erfasst. Somit wären bei einer Corona-Erkrankung die Infektionsketten sehr schnell zu identifizieren. Deshalb kam die Anregung, bei Kontaktbeschränkungen künftig stärker zwischen stationären und ambulanten Reha-Einrichtungen zu unterscheiden.
Frau Bär hat die Herausforderungen der Pandemie nur wenige Wochen nach ihrer Arbeitsaufnahme im Rehazentrum gemeistert. Meine Hochachtung vor dieser Leistung! Ihre Anregungen an die Landespolitik gehen mit auf den Weg nach Kiel.