Kerstin Metzner

 

Moin, Moin

und herzlich willkommen auf meiner Homepage! 

Seit dem 7. Mai 2017 bin ich Ihre Abgeordnete für Lübeck-West im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Im Kieler Landtag bin ich als Mitglied im Wirtschaftsausschuss und im Umwelt- und Agrarausschuss tätig. Meine Themenschwerpunkte sind die maritime Wirtschaft, Fischerei und Küstenschutz, sowie Verbraucherschutz und Eine-Welt-Politk. Sie können hier Einblicke in meine Arbeit im Landtag bekommen.

Natürlich ist mir die Präsenz in meinem Wahlkreis sehr wichtig. Ob bei öffentlichen Veranstaltungen oder in persönlichen Gesprächen, ich bin offen für Ihre Fragen und Anregungen. Gern komme ich auch in Ihre Einrichtung oder Ihren Verein, um mich vor Ort mit Ihnen auszutauschen und Ihre Anregungen mit nach Kiel zu nehmen.     Nehmen Sie gern Kontakt zu mir auf! 

Ihre

Kerstin Metzner

 

 

09.10.2020 in Abgeordnete

TAG 5 MEINER WAHLKREIS-HERBSTTOUR - Freitag

Auf dem Plan stand ein Besuch bei Novi Life, einem gemeinnützigen Sozialkaufhaus für Menschen mit geringem Einkommen. Vom Buch bis zum Wohnzimmerschrank ist dort fast alles für den täglichen Bedarf für kleines Geld zu erwerben. Kennt man ja eigentlich.
Dass dies jedoch kein gewöhnliches Sozialkaufhaus ist, wurde meiner Begleiterin Heike Kunz und mir schon bei der Begrüßung durch die Mitarbeiter:innen der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH bewusst. Oliver Würthen, Diedke Diers, Volker Jödicke stehen mit Herzblut hinter den Maßnahmen der FAW gGmbH, die im Auftrag des Jobcenters Lübeck durchführt werden.

Der Sozialladen wirkt wirklich akkurat und einladend. Mehrere Mitarbeiter:innen sind damit beschäftigt, die eingehende Ware zu prüfen und ggf. zu waschen und zu bügeln. Auch Fahrradspenden werden gecheckt und falls nötig repariert. Die Kunden sind Empfänger:innen von Arbeitslosengeld II und Menschen mit Grundsicherung. Insgesamt betreibt die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH in Lübeck vier Novi-Life Kaufhäuser.

Und doch umfasst das Projekt viel mehr. Hier finden Menschen oftmals nach langer Zeit wieder eine Beschäftigung und erleben einen geregelten Arbeitsalltag. Meine Gesprächspartner:innen haben dabei mit vielen Herausforderungen zu kämpfen: mit den mitunter schwierigen Lebensgeschichten der Beschäftigten, mit viel zu kurzen Maßnahmen, mit der Zeit der Kontaktsperren, in der die Mitarbeiter:innen kaum zu erreichen waren, mit der Ungewissheit über die Laufzeit von Projekten.

Im Gespräch klang aber auch immer wieder großer Stolz durch. Beim Gang durch die Werkstätten konnte ich diesen sehr gut nachvollziehen. Hier fertigen Menschen, die zum größten Teil erst seit kurzem wieder einer geregelten Arbeit nachgehen, wahre Kunstwerke! Musikinstrumente, Objekte für Kinderfeste oder für eine Mini-Phänomenta, Dekoelemente für die unterschiedlichsten Anlässe, alles in einer erstaunlichen Qualität.

Bemerkenswert ist zudem, dass alle Objekte kostenfrei ausgeliehen werden können, z.B. von Kitas oder Vereinen für Veranstaltungen oder auch von Einrichtungen oder Unternehmen, um dort für bis zu ein Jahr einen öffentlichen Raum zu schmücken. Diese Angebote waren mir neu.

Da ich nicht alle Eindrücke dieses Besuches in Worte fassen kann, möchte ich heute vor allem die Bilder sprechen lassen.

 

 

 

08.10.2020 in Abgeordnete

TAG 4 MEINER WAHLKREIS-HERBSTTOUR - DONNERSTAG

Nachhaltigkeit mal anders definiert.
An Tag vier meiner Herbsttour besuchte ich den Familienbetrieb Lohff. Die bereits in der dritten Generation geführte Gärtnerei Lohff hatte ich auch im Juli 2019 besucht. Was hat sich zwischenzeitlich geändert? Wie hat sich Corona ausgewirkt?
Natürlich höre ich es gern, dass den Menschen in der Pandemie regionale Produkte immens wichtig geworden sind. Angestoßen durch einen neuen Zeitgeist, der sich allmählich in der Gesellschaft und zunehmend generationsübergreifend verankert, steht das Thema Nachhaltigkeit immer mehr im Fokus. Damit einhergehend legen die Leute auch mehr Wert auf die Herkunft der von ihnen konsumierten Produkte. Das schließt, wie mir durch den Besuch noch einmal bewusst geworden ist, auch die Herkunft der Pflanzen ein. Anstatt Pflanzen und Bäume aus dem Ausland oder anderen Teilen Deutschlands zu importieren, ist es den Menschen immer wichtiger, die regionalen Kulturen zu erhalten und diese selber anzubauen. Viele Kleingärtner legen seit diesem Jahr besonderen Wert darauf, dass ihre Pflanzen in Schleswig-Holstein gezogen wurden. Ein Trend, der sich gerne fortsetzen darf!
Dieses Bewusstsein kommt auch den regionalen Gärtnereien zu Gute.  So konnte der Absatz bei den Pflanzen zum Glück auch in Corona-Zeiten aufrecht gehalten werden.
Der Familienbetrieb Lohff möchte sein breites Spektrum an regionalen Pflanzen und Kräutern auch in den kommenden Monaten anbieten. Durch die Corona-Beschränkungen ist für die kommende Saison noch viel Kreativität und Organisationsvermögen erforderlich, um z.B. auch in diesem Jahr den Adventsmarkt durchzuführen. Die wunderschönen Gestecke, die uns in der dunkleren Jahreszeit erfreuen können, locken aber auch jetzt schon zu einem Besuch in der Gärtnerei.

 

 
v.l.n.r.: Marc Solterbeck, Kerstin Metzner

07.10.2020 in Abgeordnete

TAG 3 MEINER WAHLKREIS-HERBSTTOUR - MITTWOCH

Nachhaltigkeit, Eine-Welt-Politik, Lieferkettengesetz - diese Themen prägen meine politische Arbeit. Mein heutiger Gesprächstermin mit Marc Solterbeck von der Firma Ethletic traf diese Themen zu 100%. Davon war auch Marek Lengen, mein Begleiter aus der SPD-Bürgerschaftsfraktion, schnell überzeugt. Marc Solterbeck konnte sehr viele eigenen Erfahrungen zu den Herausforderungen einer transparenten Lieferkette beitragen.
Mit kleinem Budget, innovativen Produkten und viel Idealismus leistete die Firma Pionierarbeit. In die stetiger Online-Kommunikation zu den Herstellern, insbesondere in Pakistan, bemühte sich Ethletic von Anfang an, seinen Kunden kontinuierlich Informationen zu den Produktionsbedingungen zur Verfügung zu stellen und so für Transparenz entlang der Lieferkette zu sorgen.
Das Unternehmen Ethletic hatte 2016 deutschlandweit von sich reden gemacht, als es mit seinen fair produzierten Sneakern den Fairtrade-Award in der Kategorie „Hersteller“ gewann. Den Standard zu halten, ist eine stetige Herausforderung. Damit auch Fair-Trade-Unternehmen auf dem Markt bestehen können, wären klare politische Vorgaben überaus wichtig. Ein Ausspruch von Marc Solterbeck aus dem Jahr 2016 prägt derzeit die Debatte zum Lieferkettengesetz: ‚Warum nicht dafür kämpfen, dass Produkte nur gekauft werden, wenn sie ein Siegel für faire Arbeitsbedingungen tragen?‘ - Volle Zustimmung!

 

06.10.2020 in Abgeordnete

TAG 2 MEINER WAHLKREIS-HERBSTTOUR - DIENSTAG:

Bei Lübecker Marzipan denken die meisten sicher an Niederegger. Heute jedoch durfte ich zusammen mit Kristin Blankenburg, unserem Bürgerschaftsmitglied für Dornbreite, die Produktionsstätte eines anderen Lübecker Marzipans kennenlernen, die Firma Mest.

Der gelernte Konditor Lothar Mest begann bereits in den 50er Jahren mit der Marzipanherstellung. Zusammen mit seiner Frau führte er zunächst die Tabakfilialen der Schwiegereltern, produzierte nebenbei Marzipan und verkaufte es in den Filialen. Seine Tochter Sabine und ihr Mann entschieden sich 1999, den Betrieb zu übernehmen und bauten das kleine Familienunternehmen aus. Seitdem ist der Sitz der Firma Mest in der Taschenmacherstraße. Mit nicht mal 20 Mitarbeiter:innen, zur Weihnachtszeit etwas mehr, werden hier jährlich 130 Tonnen hochwertiges Marzipan hergestellt.  Mittelmeermandeln und wenig Zucker - an diesen Qualitätsmerkmalen hält das Familienunternehmen fest.

Wie so viele Unternehmen schaut in diesem Jahr auch die Firma Mest voller Spannung auf die Zeit der Weihnachtsmärkte. Von Oktober bis Dezember wird auf Hochtouren gearbeitet und für die Weihnachtszeit superfrisches Mest-Marzipan produziert.

Herzensangelegenheit unseres Gesprächspartners Lars Mest ist es, den elterlichen Betrieb zu übernehmen und nach modernen Standards auszubauen. Ein Glücksfall für die Firma! Doch auch die Hansestadt ist angesprochen, solche Unternehmens-Nachfolger z.B. durch die Bereitstellung von standortnahen Erweiterungsflächen zu unterstützen. Ein Anliegen, das wir für unsere politische Arbeit mitnehmen. Vielen Dank für das Gespräch und die detaillierten Erläuterungen!

 

05.10.2020 in Abgeordnete

TAG 1 MEINER WAHLKREIS-HERBSTTOUR - MONTAG, TEIL 2:

Am Nachmittag schloss sich ein Besuch beim Druckhaus Menne am Rapsacker an. Die Seniorchefin Thekla Menne und der Kundenberater Herr Schulmerich berichteten mir voller Stolz über die Firmengeschichte. 1990 wurde die Druckerei von Rainer Menne am Standort in der Kanalstraße gegründet. Die Firma ist heute an 2 Standorte tätig und beschäftigt 23 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. 2012 wurde die Großproduktion in den Rapsacker verlegt. In der Kanalstraße befindet sich heute ein Copy- und Textilshop.
Neben dem Einblick in die Unternehmensgeschichte ermöglichten mir Frau Menne und Herr Schulmerich einen Blick auf die verschiedenen Druckmaschinen und die vielfältigen Produkte. Dabei erfuhr ich auch, wie weit die Einschränkungen bei den Messen, Kulturveranstaltungen und im Catering reichen. All diese Kunden haben derzeit kaum Bedarf an Plakaten, Katalogen und Infomaterial. Vieles wird derzeit lediglich online präsentiert. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Branchen bald wieder erholen und sich auf ihren örtlichen Anbieter besinnen. Dass die Firma auch in diesen Zeiten eine bzw. einen Auszubildenden zur Einzelhandelskauffrau bzw. -kaufmann einstellen möchte, finde ich beachtlich. Ein tolles Lübecker Familienunternehmen!